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"Praxisorientierter aber schwieriger soll sie jetzt sein…."
"Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das gehen soll?
"Ja, wenn ich draußen im Revier bin, weiß ich ungefähr wo mein Anschuss ist, aber wo genau?"
"Wie sieht denn überhaupt die markierte Fläche aus und von welcher Richtung sucht man am Besten?"
"Also ich weiß nur, dass die Prüfungsordnung jetzt praxisorientierter aber viel schwieriger geworden sein soll…."

Schweissseminar

So wurde in der Früh noch heiß diskutiert. Dass sich die Prüfungsordnung für VswP und VFsP geändert hat, wusste jeder. Doch was genau hat sich geändert und wie geht man richtig vor, um den Anschuss selbst zu finden. Wie sieht die Änderung in der Praxis aus? Dies war bis dato noch unklar. Nicht zuletzt aus diesem Grund, war das Seminar welches vom "Leistungs- und Fortbildungszentrum Hund Buchheim" organisiert wurde wohl frühzeitig ausgebucht. Rund 30 Hundeführer aus ganz Deutschland waren in diese malerische Ecke Mittelfrankens auf den Wildberghof in Ulsenheim gekommen. Das Seminar wurde von den beiden, ausgesprochen erfahrenen und über Regional bekannten Schweißspezialisten und Jagdhundeführern Robert Haas und Leonhard Schmieg, geleitet. Um 9 Uhr traf man sich am Wildberghof und startete erstmal mit einem Frühstück. Die Begrüßung erfolgte durch Leonhard Schmieg. Der erste Theorie-Teil wurde dann Vormittages von Robert Haas präsentiert.

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Dieser fragte zu Beginn die Teilnehmer ob sie denn genug zu trinken hätten, denn es folgt jetzt ein 1 1/2 stündlicher, "staubtrockener" Theorie-Teil durch die Prüfungsordnung. Er erläuterte die wichtigsten Bestimmungen für die Hundeführer und wies auf Neuerungen deutlich hin. Er veranschaulichte dies immer wieder mit Beispielen aus seiner langjährigen Erfahrung als Verbandsrichter auf Schweißprüfungen. Die wichtigste und zentrale Neuerung besteht darin, dass sich das Gespann den Anschuss innerhalb einer Fläche selbst suchen muss. Der Führer wird von den Richtern zum Schützenstand geführt. Nach Anweisung des Richters, auf einer Fläche von ca. 30x30 Meter, deren Eckpunkte für den Führer markiert sind und der ungefähren Fluchtrichtung, soll das Gespann den Anschuss innerhalb einer Zeit von 15 Minuten selbstständig suchen, erkennen und ansprechen. Alle Teilnehmer hörten Robert Haas aufmerksam zu. So stellte man nach den 90 Minuten fest, dass man gar nicht so viel zu Trinken brauchte….

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In seiner gewohnten, sehr gerne gehörten, lockeren, immer für die Sache begeisterten Art übernahm Leonhard Schmieg die nächsten 1 1/2 Stunden Theorie. Anschaulich, anhand  von eigenen Bildern und sehr viel praktischer Erfahrung referierte er über die Kommunikation zwischen Hund und Führer. Die Kunst besteht darin, den Hund lesen zu können. Er erklärte das "Verweisen", hierzu hatte er Bilder seines Hannoverschen Schweißhundes mitgebracht.

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Dargestellt wurde, wie die Vorsuche am langen Riemen zu erfolgen hat. Die Teilnehmer hörten gespannt zu, als Leonhard Schmieg die Möglichkeiten zum Finden des Anschusses zeigte. Was der Anschuss eigentlich bedeutet und was man bereits an diesen, für die anschließende Schweißarbeit sehr wichtigen Punkt erkennen kann.

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Er machte anhand von Bildern und erlebten Praxisbeispielen deutlich, wie wichtig die Pirschzeichen am Anschuss sind und was diese über den weiteren Verlauf der Arbeit sowie über Erfolg und Misserfolg aussagen.
Mit diesem theoretischen Wissen ging es nach einen leckeren Mittagessen in die Praxis.

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Eindrucksvoll und mit bester Sicht für die Zuschauer auf das Geschehen zeigte Leonhard Schmieg mit seiner DL-Hündin Raizza von Buchheim die Vorsuche am langen Riemen.

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Sehr gut für die Teilnehmer war zu sehen, wie der Hund stehen blieb, das Gefundene längere Zeit bewindet und dann zu seinem Führer schaut, um ihn somit zu signalisieren: "Guck her, ich habe da etwas gefunden!"
Beeindruckend war auch die Ruhe, mit welcher diese junge DL-Hündin am langen Riemen suchte!

Jetzt wurde es spannend.

Mit perfekter Vorbereitung waren 5 markierte Flächen vorbereitet, genauso, wie es die neue VswPO und VFsPO jetzt verlangt.
Somit hatten jetzt 5 Teilnehmer mit ihren Hunden selber Gelegenheit sich den neuen Anforderungen in der Praxis zu stellen!

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Hunde verschiedenster Rassen wie hier die Bracke 

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oder der DL 

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konnte man bei der Arbeit sehen. Auch sehr junge Hunde wie dieser DD – Welpe, machte seine Arbeit vorbildlich.

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Erst jetzt stößt man auf Fragen, welche einen in der Therorie so klar erschienen. Diese konnten jetzt draußen, mitten im Revier geklärt, gezeigt und besprochen werden….
Robert Haas und Leonhard Schmieg ließen keine Fragen offen!

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Praxisorientierter wurde sie, aber viel schwieriger nicht! Denn man wusste ja jetzt über die Herangehensweise Bescheid.

 

Sämtliche Bilder vom Schweißseminar finden Sie in der Galerie.